Wandern, Jodeln & Singen

Wer sich traut urig laut und
geborgen leise zu sein, kann jodeln.

 

Der Jodler oder Almschrei war früher ein Verständigungsmittel im Gebirge von Hütte zu Hütte, von Hof zu Hof von Tal zu Tal und diente auch als Lockruf für die Tiere. Durch den ständigen Wechsel zwischen Kopf- und Bruststimme, das Singen verschiedener Silben und das stetig wiederkehrende „i“ das besonders eindringlich klingt, überwindet der Jodler große Distanzen.

 

Wirklich unter die Haut geht der mehrstimmige Jodler. Wir stehen im Kreis, jemand stimmt an, die anderen Stimmen fallen ein, gehen mit oder singen dagegen. Die Melodieführungen gleichen einer Gebirgskette hoch aufragend, steil abfallend und der letzte Akkord führt meist hinaus in das Hochgefühl der Alm.

 

Jodeln versetzt den Körper in vibrierende Stimmung und den ganzen Menschen in meditativ entspannten Einklang. Wichtig ist die Bereitschaft, aufeinander zu hören und sich zu öffnen.